Ein neuer Heizkessel in der Röblingstraße versorgt ab Jahresende auch erste Wohnungen in der Arnulfstraße mit Nahwärme. Alte Gasetagenheizungen werden schrittweise ersetzt – das bedeutet weniger Kosten sowie mehr Effizienz und Sicherheit.
Im Lindenhof wird derzeit an der praktischen Umsetzung des von der GeWoSüd entwickelten Energienahwärme-Konzepts gearbeitet. Ziel ist es, die Wohnanlagen effizient, zuverlässig und zukunftsorientiert mit Wärme zu versorgen – unter Wahrung einer bestmöglichen Flexibilität bei der Wahl der Energiequellen. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und schafft die Voraussetzungen für den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien.
Ein erster wichtiger Meilenstein ist erreicht:
Im Hochhaus in der Röblingstraße 31–33 wird derzeit ein neuer, leistungsstarker Heizkessel installiert. Er ist so ausgelegt, dass er nicht nur das Hochhaus selbst, sondern auch die benachbarte Häuserzeile Arnulfstraße 2–22 über eine erdverlegte Leitung mit Wärme versorgen kann. Im Zuge dessen sollen vorhandene Gasetagenheizungen mittelfristig entfernt und durch eine zentrale Versorgung ersetzt werden.
„Die Heizungsanlagen müssen laut Gesetzgeber ohnehin erneuert werden. Dabei stoßen wir jedoch auf Herausforderungen, weil die bestehende Bausubstanz ohne größere bauliche Maßnahmen oft nicht mit moderner Technik kompatibel ist. Um das zu umgehen, haben wir entschieden, die Heizungen zu zentralisieren“, erklärt Christian Scherf, technischer Mitarbeiter bei der GeWoSüd.
Die ersten sechs Einfamilienhäuser sollen zeitnah an die Zentrale angeschlossen werden. Wenn die baulichen Voraussetzungen stimmen und die Bewohnerinnen und Bewohner zustimmen, sollen Schritt für Schritt weitere Einfamilienhäuser folgen. Allein in der Arnulfstraße können so insgesamt 28 alte Heizungen durch eine zentrale, moderne Anlage ersetzt werden. Und mehr noch: „Das, was wir jetzt umsetzen, ist eine Blaupause für weitere Modernisierungen, die in den kommenden Jahren geplant sind – etwa in der Röblingstraße“, so Scherf weiter.
Das Konzept bringt viele Vorteile:
Eine effiziente Wärmeerzeugung mit weniger Energieeinsatz, eine höhere Versorgungssicherheit, deutlich weniger Wartungsaufwand und die Möglichkeit bedarfsorientiert regenerative Energiequellen flexibel in einer weiteren Ausbaustufe mit zu integrieren. Zudem entfallen künftig für die Nutzer Kosten für Schornsteinfeger, Heizungswartung und Prüfungen der Gasanlagen. Die GeWoSüd hofft außerdem, dass mit der Modernisierung die Heizbetriebskosten zumindest stabil bleiben – abhängig von der weiteren Entwicklung der Energiepreise.
Die komplette Ausgabe des Mitglieder-Echos finden Sie hier