Treptow-Köpe­nick

Fenn­straße

65 sanierte Wohnungen in der Nähe der Spree

Die sieben in U‑Form ange­ord­neten Häuser mit einem als Grün­an­lage gestal­teten Eingangshof in der Fenn­straße liegen in Treptow-Nieder­schö­ne­weide. Die Anlage wurde 1927/28 nach Plänen der Archi­tekten Paul Mebes und Paul Emme­rich gebaut. Nach der Wende wurde das Eigentum an den Häusern auf die GeWoSüd zurück­über­tragen. 1994 wurden die 65 Wohnungen moder­ni­siert und verfügen seitdem über eine zentrale Gashei­zung. Die Spree ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

Bereits auf den ersten Blick unter­scheidet sich die Wohn­an­lage von den typi­schen Berliner Miets­häu­sern: Die Stra­ßen­front ist durch einen groß­zü­gigen Eingangshof unter­bro­chen. Das drei­ge­schos­sige Gebäude wird von einem Flach­dach gedeckt, unter dem sich ein begeh­barer Dach­boden befindet. Typisch für die Bauten sind kleine, schar­ten­ar­tige Fens­ter­öff­nungen unter der Dach­kante. Das verant­wort­liche Archi­tek­tur­büro von Paul Mebes und Paul Emme­rich hat damals viele Gebäude und Sied­lungen gemein­nüt­ziger Gesell­schaften und Genos­sen­schaften errichtet.

Beson­der­heiten im Detail:

  • Als Grün­an­lage gestal­teter Eingangshof
  • In fußläu­figer Nähe zur Spree

Weitere Infor­ma­tionen zum Standort finden Sie hier.

Über Paul Mebes und Paul Emme­rich

Der 1872 in Magde­burg gebo­rene Paul Mebes absol­vierte eine prak­ti­sche Ausbil­dung als Tischler und studierte anschlie­ßend an den Tech­ni­schen Hoch­schulen in Braun­schweig und Char­lot­ten­burg. Nach dem Staats­examen arbei­tete er zunächst als Assessor in der öffent­li­chen Bauver­wal­tung. Seit 1902 war Mebes für den Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eG tätig. Von 1909 bis 1919 war er neben­amt­li­cher hoch­bau­tech­ni­scher Vorstand der Genos­sen­schaft.

Seine Entwürfe fanden zu Beginn des 20. Jahr­hun­derts im euro­päi­schen Wohnungs- und Städ­tebau große Beach­tung. Er gehörte zu den Vorrei­tern der offene Wohn­sied­lungen. Die bis dahin vorherr­schende Block­rand­be­bauung mit Hinter­häu­sern lehnte er vehe­ment ab.

Ab 1911 führte er zusammen mit seinem 1876 in Berlin gebo­renen Schwager Paul Emme­rich das Archi­tek­tur­büro Mebes und Emme­rich, das sich haupt­säch­lich dem Sied­lungsbau widmete. Aus diesem Büro stammen zudem Entwürfe für Schulen und Verwal­tungs­ge­bäude. Auch der Umbau von Schin­kels Altem Museum, die Schadow-Schule in Zehlen­dorf sowie die Reprä­sen­tanz der Krupp AG im Tier­garten – das heutige Cani­sius-Kolleg – stammen von ihnen.

1931 wurde Mebes Mitglied der Preu­ßi­schen Akademie der Künste, am 15. Mai 1933 legte er diese Mitglied­schaft nieder. 1938 starb Paul Mebes, sein Ehren­grab befindet sich auf dem Friedhof Berlin-Zehlen­dorf. Zu seinen Ehren wurde der „Paul-Mebes-Park“ an der Pots­damer Straße Ecke Fischer-Dieskau-Weg in Zehlen­dorf nach ihm benannt.
Paul Emme­rich führte das Büro unter gemein­samen Namen weiter. Paul Emme­rich starb 1958.

Ihre Ansprech­per­sonen

Jens Heine­mann
Verwalter

Mobil: 0174 9410013

Manuela Pfeif
Verwal­terin

E‑Mail
Telefon: 030 754491–16

Wolf­gang Schön­feld
Haus­be­treuer

Mobil: 0174 9410008

Erreich­bar­keit:
Mo. 
9–18 Uhr
Di. — Do. 9–16 Uhr
Fr. 9–14 Uhr

Adresse:
Fennstr. 18 – 22A

Wenn Ihr zustän­diger Verwalter nicht erreichbar ist, wenden Sie sich bitte an:

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E‑Mail
Telefon: 030 754491–17

Berlinkarte Standorte Karte Fennstraße Treptow-Köpenick

Standort und Umge­bung

  1. Hoch­schule für Technik und Wirt­schaft,
    Campus Wilhel­mi­nenhof
  2. Hoch­schule für Schau­spiel­kunst
    „Ernst Busch“
  3. Doku­men­ta­ti­ons­zen­trum
    NS-Zwangs­ar­beit
  4. Frie­dens­kirche
  5. Grund­schule an der alten Feuer­wache
  6. Baumarkt
  7. Spiel­platz
  8. Einkaufs­zen­trum Schö­ne­weide
Detail Standorte Karte Fennstraße Treptow-Köpenick